Heute war ein eher ruhiger Tag. Nach dem Aufstehen im Best Western folgte das letzte Frühstück in Helsinki. Danach packten Nr 1 und ich in Ruhe den Rest zusammen. Nr 2 hatte bereits gepackt und zog noch kurz durch die nähere Umgebung und kaufte noch ein paar Dinge. Die Fahrt zum Bahnhof gestaltete sich trotz voller Koffer. Die Zugtickets nach Lahti hatten wir bereits am Sonntag gekauft. So mussten wir nur noch in den Zug einsteigen und die Tickets lösen. Eine einfache Fahrt mit dem Regionalzug kostet 16,50 €. Der Bahnhof in Helsinki ist ein Kopfbahnhof und der Zug fuhr gerade auf dem Gleis 10 ein, als wir ankamen. 12:41 Uhr fuhren wir ab. Zuerst ging es durch die Vororte Helsinkis und dann durch verschneite Orte. Je weiter wir in den Norden fuhren umso mehr Schnee lag. Die Finnen gehen um Einiges entspannter mit Eis und Schnee um, als wir Deutschen. In Nürnberg braucht nur eine Schneeflocke fallen um den ÖPNV zum Erliegen zu bringen. Hier in Finnland sind die Hauptstrassen zwar geräumt, aber auf den Gehwegen liegt das Eis mehrere zentimeterdick. Aber überall ist mit Split gestreut. Aber natürlich bleibt es aus, dass ein paar Ecken nicht gestreut sind. Keiner regt sich darüber auf und auch die Autofahrer kommen hut zu recht, was bleibt ihnen auch übrig?
Auf alle Fälle kamen wir gut in Lahti an und fanden gleich das Hotel. Nur der Weg gestaltete sich wegen dem Eis als sehr anstrengend. Und gut für die Rollen der Koffer war der Weg sicher nicht. Wir hatten im Hotel Kauppahotelli Grand. Wir hatten eigentlich ein Dreibettzimmer reservieren wollen, aber das war nicht möglich. Also hatte Nr 1 ein Einzelzimmer mit Bad und Nr 2 und ich teilten uns ein Doppelzimmer mit Bad. Die Rezeptionistin wirkte gelangweilt als wir einscheckten. Nach kurzer Rast holte Mikko uns ab und zeigte uns die Busstation zu denen nach Hause. Wir zogen ein wenig durch die Innenstadt und assen eine Kleinigkeit, eh wir den Bus Nummer 5 in Richtung Ingas und Mikkos Wohnung nahmen. In den Busen werden generell keine Busstationen angezeigt und Aushänge zu der Route gab es im Bus auch nicht. So musste ich mich auf meine Erinnerungen vom letzten Jahr verlassen. Hat geklappt. 😅
Als wir in die Wohnung kamen, erwartete uns ein aufgeweckter 9 Monate alter Säugling, der uns nach anfänglicher Skepsis in sein Spiel mit einband. Ihm war es wurscht, dass wir kein finnisch mit ihm sprachen. Er reagierte ebenso auf Englisch. Es war ein sehr schöner Abend und durch Tomas sehr spannend, für uns Mädels, die noch keine Kinder haben, eine Abwechslung. Morgen mehr. Gute Nacht.
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